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Ortsrat

Spielplatz “In der Mulde” – Schließung und Verlegung muss als Option diskutiert werden

Kürzlich trafen sich die SPD-Ortsratsmitglieder Rainer Hartmeyer, Marco Wettlaufer und Christian Oetjen sowie der Internetbeauftragte Lukas Hinz mit den Anwohnervertretern zur Begehung des Spielplatzes „In der Mulde“.


Grund des Zusammentreffes waren die Berichte der Anwohner:innen im Rahmen der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Ortsratssitzung vom 13. April 2021.

Vor Ort wurden nochmals ausführlich die Geschehnisse von Lärmbelästigungen durch u.a. laute Musik und rücksichtsloses Eischlagen auf die vorhandenen Spielgeräte, Sachbeschädigungen, Drohungen und Beleidigungen auf dem Spielplatz der letzten Monate und Jahre geschildert.


Die erfolgten Sachbeschädigungen, insbesondere an den Zäunen der Anwohner:innen, konnten zudem vor Ort in Augenschein genommen werden.


“Hier wird alles gemacht, nur nicht mehr gespielt, die Provokationen und Belästigungen finden nicht nur in den späten Abendstunden, sondern auch vor unseren Augen am helllichten Tag statt. und Störungen erfolgen auch tagsüber bis in die späten Abendstunden hinein.“, wurde erneut wie bereits in der Ortsratssitzung betont.


Diese Tatsachen sind auch der Grund dafür, warum aus Anwohnersicht eine Umzäunung und die damit verbundene Abschließbarkeit bzw. zeitlich begrenzte Nutzbarkeit des Spielplatzes zu den regulären Nutzungszeiten keine geeignete Lösung sein kann.


Wenn es nun trotz gemeinsamer Anstrengungen aller beteiligter Stellen in naher Zukunft nicht gelingt, die Situation nachhaltig zu verbessern, muss sicher auch in Erwägung gezogen werden, den Spielplatz zu schließen, die Geräte abzubauen und eventuell an einer anderen Stelle fußläufig vom jetzigen Spielplatz wieder aufzubauen, um eine wirkliche Entspannung der Situation herbeizuführen.


Als alternative Nutzung für die bisherige Spielplatzfläche könnte nach Ansicht der Anwohnervertreter und SPD-Ortsratsmitglieder das Anlegen einer „grünen Lunge“ des Stadtteils in Frage kommen. Man könnte so zum Beispiel eine Streuobstwiese mit insektenfreundlichem Charakter anlegen, die allen Bürgern zur Erholung zur Verfügung stehen würde.


„Hier sei die Nachbarschaft durchaus bereit, in Form von Spenden für Bäume bzw. Sträucher, Hilfe beim Anlegen und der Pflege der neu zu schaffenden Grünanlage Unterstützung zu gewähren“, so die Anwohner:innen weiter.


Bevor eine Schließung des Spielplatzes jedoch final beschlossen wird, sollte der Ortsrat von seinem Recht Gebrauch machen und von Bürgermeister Fischer im Vorfeld das Durchführen einer Einwohnerversammlung verlangen, falls diese aufgrund der Pandemie möglich ist. So kann eine breite Öffentlichkeit erreicht und die Akzeptanz für das Anliegen der Anwohner:innen herstellen werden. Auch könnten demnach eventuell weitere Ansichten von Anwohnern des Stadtteils gehört werden.