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Es wird nicht besser! – Rede von Ratsmitglied Berit Nießen-Hohmeyer zur Ratssitzung am 23.02.2021

Der Aktionismus bleibt und die Faust auf dem Tisch, unterlegt mit den Worten: „Ich will nicht mehr reden, ich will das Einfamilienhäuser gebaut werden“, ersetzt nicht den gesunden Menschenverstand und auch nicht den Sachverstand.


Das Vörder Feld II ist und bleibt die Fläche, die sich gar nicht als Baugebiet eignet. Warum überhaupt das Gutachten, wenn es hinterher nicht genutzt wird?


Ja, wir brauchen Bauland, das steht außer Frage. Nur in welchem Umfang und in welcher Form soll dieses ausgewiesen werden?

Grund und Boden sind nicht verhandelbare Güter. Grund und Boden sind wie Wasser und Luft knappe Güter und somit existentiell. Sie lassen sich nicht unbegrenzt vervielfältigen. Wenn sie verbraucht sind, sind sie weg.
Deshalb ist es so wichtig, genau zu planen wie das Gut Grund und Boden eingesetzt wird, damit wir den größtmöglichen Nutzen haben.
31% aller Wohnungen in Deutschland befinden sich in Einfamilienhäuser – sie benötigen aber 41% der Fläche.


42% aller Wohnungen befinden sich in Mehrfamilienhäuser – sie benötigen 33% der Fläche.


Neue Wohnmodelle sind ressourcenschonend und schließen Einfamilienhäuser nicht gänzlich aus.
Aber ausschließlich als Mehrheitsfraktion die Einfamilienhäuser durchzusetzen zeugt schon von enormer Arroganz und Selbstherrlichkeit.


Glaubt sie doch alleine zu wissen, was die Menschen wollen und vergisst, dass auch die anderen Fraktionen stellvertretend für Bremervörder Bürger argumentieren und handeln.


Der Bezirk Hamburg Nord (rot-grüner Koalitionsvertrag) hat die Knappheit des Gutes Boden erkannt, erkennen müssen und geht einen großen Schritt weiter und handelt dementsprechend.


Dort stellt man voran, dass der Gebäudetyp EFH ineffizient ist und zu viel Platz wegnimmt. Die EFH weisen mehr Außenfläche im Verhältnis zum Rauminhalt auf und haben somit einen höheren jährlichen Energieverbrauch pro Quadratmeter. Folgerichtig sollen sie in keinem B-Plan mehr vorgesehen sein.


Jeder kann dieses Vorgehen natürlich für sich bewerten, aber:
dieses Beispiel findet auch in anderen Teilen der Bundesrepublik Anhänger und wird diskutiert.


Warum sollte hier bei uns in der Fläche weniger umsichtig gehandelt werden und das Bauland planlos hergegeben werden.


Einigkeit wäre hier wünschenswert und nicht die „Mit-Dem-Kopf-Durch-Die-Wand-Methode“.


Es müssen auch weiterhin andere Flächen aus dem Gutachten berücksichtigt und diskutiert werden. Die Ausschlussprinzipien setzt man in der Regel selbst und genau das muss hinterfragt werden.


Auch die Forderungen der SPD-Fraktion, neue Wohnmodelle zu besichtigen und darüber zu sprechen, inwieweit das bei uns umgesetzt werden kann, fand keinen Zuspruch. Alles Zukunftsmusik, nach der die Mehrheitsfraktion nicht imstande ist mitzutanzen.


Sie verharrt in alten Baumustern und im ewigen Bau-Nirwana der Nachkriegszeit. Sie machen sich halt Ihre Welt wie sie ihnen gefällt.
Übrigens für zukünftige Entscheidungen empfehlen wir die 3 Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales.
Für die ganz neugierigen unter Euch: kann man auch googlen!


Bauegoismus ist hier nicht vorgesehen und auch angebracht!

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Ortsverein Stadtrat

“Hauptsache man Hilft!“ – Doris Brandt und die SPD-Stadtratsfraktion unterstützen die Tafel

Doris Brandt, die sich seit Jahren für Nachhaltigkeit und gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, machte während des ersten Corona-Lockdown vor, wie wichtig Ehrenamt ist und unterstützte zusammen mit der SPD-Stadtratsfraktion die Tafel. Mit der Trittleiter unter dem Arm und dem 60-Liter-Topf in der Hand ging es dann auch schon los und so unterstützte Sie mit weiteren Fraktionsmitglieder*innen die Bremervörder Tafel.

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